Der deutsche Filmkomplex

Sehr lesenswerter Artikel von Georg Seeßlen in der ZEIT, darüber, dass der Film in Deutschland sich weder als Industrie noch als Kunst verstehen will und daher ein fragwürdiger „Komplex“ entstanden ist, ein Gestrüpp zwischen Staat, Kino und Fernsehen, das sich „allgemeinem Verständnis und Kritik“ entziehe.

© Majestic Film

Seeßlen kritisiert dabei vor allem den Deutschen Filmpreis:

„Die inszenatorische Kunst liegt nun darin, diese Suche so zwischen Castingshow, Preview-Populismus und Mega-Event zu spreizen, dass öffentliche Anteilnahme erzeugt wird, vor allem dort, wo es gewiss nicht diese altmodischen und wenig systemrelevanten »Cineasten« gibt. So wie bei Song-Contesten, Champions-League-Spielen oder Papstwahlen auch Menschen in Bann gezogen werden, die sich ansonsten weniger für Schlager, Fußball oder Unfehlbarkeitsdogmen interessieren, soll der deutsche Filmpreis ausstrahlen über das, was man sich noch Filmkultur zu nennen traut.“

Deutscher Filmpreis: Der Spagat zwischen Kunst und Kommerz ZEIT ONLINE. (Via Christoph Hochhäusler, Parallel Film)

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